3. August 2026
Metnitzer Totentanz: Eine Tradition, die unter die Haut geht
„Auf, auf, o Mensch, mach dich bereit …“ – Mit diesen eindringlichen Worten beginnt der Metnitzer Totentanz. Das mystische Laienschauspiel aus dem Spätmittelalter wird nur alle vier Jahre aufgeführt und erinnert daran, dass der Tod weder Standes- noch Altersunterschiede kennt. Landeshauptmann Daniel Fellner besuchte am Freitag eine der restlos ausverkauften Aufführungen.
Ein Schauspiel, das zum Nachdenken anregt
Für Fellner ist der Metnitzer Totentanz längst zu einem besonderen Fixpunkt geworden:
„Dieses Schauspiel geht unter die Haut. Es lässt einen innehalten und im wahrsten Sinne des Wortes über das Leben und den Tod nachdenken.“
Gerade in Zeiten großer Umbrüche und Veränderungen könne die jahrhundertealte Botschaft des Totentanzes neue Bedeutung entfalten.
„Vielleicht hilft uns eine Aufführung wie diese auch dabei, uns wieder stärker auf das zu besinnen, was im Leben wirklich zählt“,
so Fellner.
Eine ganze Gemeinde hält die Tradition lebendig
Die Schauspielerinnen und Schauspieler stammen ausschließlich aus Metnitz. Viele Rollen werden bereits seit Generationen innerhalb der Familien weitergegeben. Auch örtliche Chöre und das Privilegierte Schützenkorps Metnitz wirken an den Aufführungen mit. Fellner bedankte sich bei allen Beteiligten und insbesondere beim langjährigen Organisator Vinzenz Ebner:
„Mit viel Herzblut, Gemeinschaftssinn und unzähligen ehrenamtlichen Stunden haltet ihr eine uralte Tradition lebendig. Dass auch heuer wieder alle Aufführungen ausverkauft sind, zeigt, wie sehr der Metnitzer Totentanz die Menschen berührt.“
Unter den Gästen befanden sich auch die Landtagspräsidenten Andreas Scherwitzl und Günter Leikam, der Metnitzer Bürgermeister Peter Grabner sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft.
